„Ich weiß nicht, mit welchen Waffen der Dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber der IV. Weltkrieg wird mit Stöcken und Steinen ausgetragen.“
Albert Einstein
Prognose der Waffentechnik – zum WDMR-Wahlplakat
Die Entwicklung der Menschheit geht leider einher mit einer rasanten Evolution von Waffen. Jedoch ist Letztere nicht einfach fortzuschreiben, wenn man eine Prognose für die nähere Zukunft der Waffentechnik machen will. Vielmehr steckt diese Entwicklung – ebenso wie (vermutlich schon länger) die des Menschen selbst – in einer Sackgasse.

Das hat der geniale Albert Einstein bereits erkannt und in einem einzigen Satz 1949 glänzend auf den Punkt gebracht:
„Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten werden Menschen mit Stöcken und Steinen kämpfen.“
Am 15.07.1945 wurde die erste Atombombe auf dem Testgelände von New Mexico (USA) gezündet. Zwei hoch angesehene Wissenschaftler kämpften bis zu ihrem Tod vehement gegen deren Fortentwicklung und Verbreitung: Albert Einstein und Bertrand Russell.
Eines der bekanntesten Zitate von Bertrand Russell zur Atombombe stammt aus dem von ihm initiierten und gemeinsam mit Albert Einstein sowie neun weiteren Wissenschaftlern unterzeichneten Russell-Einstein-Manifests von 1955. Der zentrale Appell und das oft zitierte Kernstück des Manifests lautet:
„Sollen wir der Menschheit ein Ende setzen, oder soll die Menschheit dem Krieg entsagen? Hier ist das Problem, nackt, furchtbar und unabwendbar. – Wir wenden uns als Menschen an unsere Mitmenschen:
Erinnert Euch Eures Menschseins und vergesst alles andere!“
Die bildlich ebenso sparsame wie auch gleichermaßen prägnante Darstellung des Plakat-Motivs ist direkt an das genannte Einstein-Zitat angelehnt. Sie stammt übrigens von einem sowjetischen Anti-Aufrüstungs-Plakat (Künstler unbekannt).

Von Lügen, Narrativen und Mythen
Die selbstverständlich sarkastisch gemeinte Unterschrift haben wir gewählt, da zum großen Unglück ganzer Völker überall Mitläufertum und Gehorsam sehr dominant vorkommen und ein tief verwurzelter Herdentrieb das gesellschaftliche Schicksal führend bestimmt.
Propaganda hat diese extrem verbreitete menschliche Schwäche immer auszunutzen gewusst und wurde in ihrer Wirksamkeit in den letzten Hundert Jahren durch die moderne Psychologie noch enorm perfektioniert.
Und trotz des Herdenverhaltens einer großen Mehrheit: Ohne gezielte Lügen würde wohl niemand in den Krieg ziehen!
Gehorsamkeit und Lügen (bzw. Gutgläubigkeit gegenüber Lügen) gehören eng zusammen.
Um an dieser Stelle den Schriftsteller Ödön von Horwath (1901 bis 1938) zu zitieren:
„Wenn nur noch Gehorsam gefragt ist und nicht mehr Charakter, dann geht die Wahrheit, und die Lüge kommt.“
WDMR fordert daher u.a.: Statt im Zuge der galoppierenden Militarisierung einen jährlichen Veteranentag zu begehen und mehr oder weniger überzeugend verpackt zu bejubeln, sollte regelmäßig ein Tag der Kriegslügen abgehalten werden!
Das forderte auch ein WDMR-Antrag im Kreistag.
Es muss darum gehen, die zahlreichen Mythen der Militarisierung zu demaskieren!
Eine große Gruppe der Lügen, die zu allen Zeiten schon von Kriegstreibern benutzt wurde, um die Menschen zu manipulieren und reif für die Schlachtbank zu machen, fällt in die Kategorie der Schaffung von Feindbildern.
Es sieht nicht wirklich gut aus
Wenn wir über Militarismus und Kriegsgefahr nachdenken, sollte es aber nicht nur um Lügen gehen, sondern auch um Wahrheiten. Und dazu gehört eben auch die Tatsache, dass wir im Zeitalter der Massenvernichtungswaffen leben.

Hierzu – vor kommunalem Hintergrund – eine kleine Erinnerung an das grauenhafte Verbrechen der Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki, verbunden mit dem Hinweis auf die von interessierter Seite – auch auf internationaler Ebene – immer wieder vorgenommenen Versuche, die Konsequenzen eines drohenden nuklearen Krieges / eines neuen Weltkrieges zu verharmlosen oder im öffentlichen Diskurs am besten ganz auszuklammern:
Hiroshima: Anmerkungen zur Veranstaltung „Atomwaffen sofort abschaffen – bevor es zu spät ist!“
Der drohende 3. Weltkrieg
Über die ganz konkreten Gefahren und klaren Anzeichen, wo und wie es zum nächsten (und letzten) Weltkrieg kommen könnte, inclusive des unmittelbar bevorstehenden erneuten Krieges gegen den BRICS-Staat Iran, wäre hier auf ganze Bibliotheken an Literatur zu verweisen. Eigentlich müsste man sich fast eher fragen, warum er noch nicht ausgebrochen ist…
Hierzu ein Beitrag von unserer Webseite, der sich vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs mit dieser Frage beschäftigt:
Warum wir noch keinen Dritten Weltkrieg haben
Die Weltuntergangsuhr tickt.

Militarismus, Gehorsam und Aufbegehren
Anführer bedeutender Institutionen wie die Vertreter unserer großen Kirchen marschieren wieder einmal im Gleichschritt mit:
https://share.google/NGg1okdYsV89SdU8P
Militarisierung in Deutschland: auffallende Parallelen zum Kaiserreich (Obrigkeitsstaat):
https://share.google/vsp1EcVwZQmjQbJOy
Was tun? Hier einige Antwort-Vorschläge auf dem Alternativen World Economic Forum (AWEF):
https://youtu.be/tDkr_B6HF5s?si=udjLdVWogqVGlO3S
Noch ein paar Worte zum Thema Gehorsam: Dieser ist nicht nur Voraussetzung dafür, Menschen in den Krieg und damit in ihr Verderben zu treiben. Es ist auch umgekehrt so, dass Militarisierung blinden Gehorsam fördert. Auch das erwartet diejenigen, die sich in die Bundeswehr locken lassen. Das ist wesentlicher Teil einer militärischen Ausbildung. Gehorsam und Militarismus schaukeln sich also gegenseitig hoch.
Kriege (und deren Vorläufer) fördern einen Hurra-Militarismus.
Auch Eugen Drewermann, der das Thema Krieg und Frieden aus christlicher Sicht im Sinne der Bergpredigt in bewegenden Worten beschreibt, kommt gegen Ende (Punkt 4 seines aktuellen Vortrags) zum Thema Gehorsam…
Widerspruch erfordert Mut. – Wehrpflicht kann jeder.
Vom deutschen Untertanengeist
Schwache Charaktere sind allerdings gefragt wie lange nicht! Es scheint, als sei außerdem die Stunde der Kriegsgewinnler gekommen.
https://www.nachdenkseiten.de/?tag=rheinmetall
Abschließend sei jedem, der den Film (oder das Buch) noch nicht kennen sollte, insbesondere jüngeren Menschen (die beste Filmversion stammt halt einfach aus dem Jahr 1951), das folgende Werk ans Herz gelegt:
Der Untertan (von Heinrich Mann, empfohlene Filmversion von Wolfgang Staudte).
Buckeln nach oben, Treten nach unten
Aus einem Kommentar auf dem verlinkten Filmportal:
Diederich Hessling wächst „deutsch“ auf: Vater prügelt, Mutter erzählt Gruselmärchen, in der Schule herrscht Drill. Diederich (Werner Peters) wird Student, gerät in die Fänge einer deutsch-nationalen Verbindung, schlägt Partien, „reibt“ Salamander und begreift: Deutschsein heißt Buckeln nach oben, Treten nach unten. Er wird zum Egoisten und Heuchler. Seine Ansprache an die Arbeiter in der kleinen Papierfabrik, die er geerbt hat, zeigt: Der Mensch beginnt doch erst in unserer Gesellschaftsschicht. Alle anderen sind Proleten. Rechte Ideologie und männliches Protzen gehören zusammen und über Allem steht der Kaiser. Diederich kapiert das Räderwerk: Dünkel, Macht, Korruption, Intoleranz und Aggressivität (Netenjakob) geben Sicherheit. So muss man sein, um zu reüssieren.
– Die bitter-wahre Satire von Heinrich Mann muss Wolfgang Staudte beflügelt haben. Hier passt alles zusammen. Großartig der Hauptdarsteller, der diese Untugenden zu leben scheint. “Sachlich sein, heißt Deutschsein“ – man bekommt Schluckbeschwerden.
Kameramann Robert Baberske fotografiert die corporierten Saufbrüder durch das verzerrende Bierglas, er lässt die Drillübungen beim Militär sich in der blank geputzten Tuba spiegeln. Die Liebesgeschichte mit Agnes (Sabine Thalbach) hat Melos und zeigt den Magier Staudte. Aber er mag auch die Übertreibung: Als Diederich auf seiner Hochzeit sein „Weltklasse“ Produkt enthüllt, sind es Klopapierrollen, auf denen markige deutsche Sprüche stehen. Man kommt aus dem Grinsen nicht heraus. Auch Kitsch schreckt Staudte nicht: „Der schönste Platz, den ich hab‘, ist die Rasenbank am Elterngrab“. – Für diesen Film wurde Staudte im Westen angespuckt und skandalisiert. Sechs Jahre brauchte die BRD, bis sie diesen Film der Weltklasse zuließ. …
